BA fordert Erhalt des Quartiersbüros

Presse, 2020

Ein Artikel auf HALLO MÜNCHEN von Ursula Löschau.

„Das Quartiersbüro muss seine Arbeit niederlegen. Die Stadt will das Projekt nächstes Jahr nicht mehr fördern. Der BA spricht sich für Erhalt des Projektes aus.

Was geht im Kreativlabor an der Dachauer Straße vor sich? Welche Gruppen und Einrichtungen sind dort in welcher Form aktiv? Und wie kann zum Beispiel der Stadtteil Neuhausen davon profitieren? Antworten auf solche Fragen haben bis jetzt Anna-Cathérine Koch und Katharina Wolfrum vom Quartiersbüro geliefert.

Ab 2021 wird es diese Anlaufstelle aber nicht mehr geben. Das Kulturreferat setzt die Förderung des Projekts – zuletzt 150 000 Euro in 2020 – nicht fort. Aus Sicht des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg ein großer Fehler. Das Gremium fordert deshalb einstimmig, das Informations- und Vernetzungsbüro bis auf Weiteres zu erhalten. Zumal Wolfrum und Koch erklären, dass sie bereits 2020 „von massiven Einsparungen betroffen waren und daher in Summe weniger als die Hälfte des veranschlagten Betrags erhalten haben“.

Förderung für das Quariterbüro wird eingestellt – BA fordert Weiterführung

„Ob dieses Modell fortgesetzt und dann im Rahmen einer Ausschreibung längerfristig vergeben wird, klärt sich nach einer Evaluation der bisherigen Erfahrungen und einer Weiterentwicklung der Gesamtstrukturen“, erklärt Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats, auf Hallo-Anfrage.

Der BA befürchtet jedoch, dass bis dahin das inzwischen aufgebaute Wissen und Vertrauenverlorengehen werden. In einem Dringlichkeitsantrag erklärt das Gremium: „Das Kreativlabor lebt nicht nur vom kreativen Schaffen, einem Kultur- und Bildungsangebot, sondern auch von der Interaktion mit den Akteuren und der Ausstrahlung in die Nachbarschaft.“

So haben an den monatlichen Spaziergängen des Quartiersbüros – 36 seit Anfang 2018 – rund 600 Interessierte teilgenommen. Für Anna-Cathérine Koch eines von vielen Beispielen dafür, dass die Angebote gut angenommen wurden. Sie hätte sich gewünscht, „dass man gemeinsam mit der Stadt überlegt, wie man zumindest Teile dieser Arbeit erhalten könnte“. Zumindest, bis über ein Nachfolgeprojekt entschieden ist. Ansonsten hat auch sie Angst um das Netzwerk, dessen Aufbau und Pflege über drei Jahre Arbeit gekostet haben.“

Das Foto entstand beim letzten Live-Spaziergang des Quartiersbüros im Kreativlabor.
© Fabian Norden

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